Pumuckel im Schwitzkasten:
Es wird heiß

Es ist der Wahnsinn! Der Sommer ist wohl endgültig da und sie haben diese Woche durchgehend zwischen 30 °C und 36 °C angesagt. Das wird ziemlich anstrengend. Tetraplegiker haben mit einer sog. Temperaturdysregulation zu kämpfen. Das „irritierte“ vegetative Nervensystem kann so Dinge wie schwitzen und zittern bei Hitze und Kälte nicht mehr einsetzen, um den Körper zu kühlen bzw. zu wärmen. Das bedeutet im Klartext, der Körper tendiert im Winter dahin, die Außentemperatur anzunehmen. Was echt kalt ist, wie man sich vorstellen kann! Im Sommer birgt das die Gefahr der Überhitzung. Ein Beispiel: Ich startete gestern vor meiner Sportübung mit Hanteln am Abend bei 37,2 °C Körpertemperatur. Nach 15 Minuten Training war ich bei 38,2 °C angelangt. Genauso verhält es sich, wenn ich den Rollstuhl mit den Händen antreibe. Die Symptome die ich mittlerweile gut kenne und die für mich ein überlebenswichtiges Frühwarnsystem darstellen, sind zum Beispiel Gänsehaut im Gesicht und an den Armen, starke Rötungen am Hals oder kalter Schweiß am Haaransatz, also oberhalb der Lähmungshöhe. Die nächste Stufe sind dann immer stärker werdende Kopfschmerzen und irgendwann der Kollaps. Also was kann ich dagegen tun? Zum einen genug trinken! In der Sommerzeit bin ich ein regelrechter Durchlaufkühler! Bis zu 5 l trinke ich an wirklich heißen Tagen! Da muss ich dann auf die Entsalzung aufpassen und mit Elektrolyten gegensteuern. Außerdem helfen nasse Klamotten beziehungsweise eine in Wasser getränkte „Kühlweste“. Die gibt es online zu kaufen, bei e-cooline zum Beispiel, aber auch günstiger bei Amazon. Nicht zu vergessen sind außerdem ein Hut und am besten ein leichtes Leinenhemd.