Volle Kraft voraus:
Die MS Neue Woche sticht in See

Heute beginnt er aufs Neue, der Trott. Der Satz geht mir leicht vom Zeigefinger, denn ich habe es geschafft, mein Darmmanagement unter Kontrolle zu bringen! Ich habe für mich durch Protokollierung eine Mischung aus Magrocol, Lactulose und Bisacodylzäpfchen gefunden, die gut funktionieren. Ich habe beschlossen, das Thema Darm nur noch nach generellem Erfolg und nicht mehr nach Zeit zu betrachten. Das macht mich zuversichtlicher, lockerer, fröhlicher…und durch das weniger an Stress funktioniert es auch besser. Ich kann also mit einer anderen Einstellung in den Tag starten!

Gestern hatte ich noch überlegt, was sich in den letzten Jahren alles verändert hat. Und bin erstaunt!

Ich kam aus dem Krankenhaus und machte so weiter wie davor: Uni, Sport, Freunde, fettes Essen und Alkohol. Und das nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

Dann kamen die ersten Rückschläge: Zuviel Gewicht, wenig Fitness, Druckstellen ans den Füßen durch Unwissen und Unachtsamkeit. Dadurch kam der erste Klinikaufenthalt nach der langen Zeit, die ich zuvor schon dort verbracht hatte.

Ich hatte das Krankenhaus als Standard angenommen. Mein Place to be als ach so Behinderter, als einer unter vielen. Verbannt an einen Ort, der Rückschläge als normal verbucht, mich integriert in die (noch) nicht integrierte Randgruppe der (Frisch-) Verletzten. Ein Kokon mit Auffangnetz darunter, der mit der Realität wenig gemein hat.