About

Querschnittgelähmte, die nicht mehr in der Klinik- und Rehaphase sind, nennen Sie im Krankenhaus „Altverletzte“.

Das klingt so weise. Irgendwie allwissend. Oder? Tatsache ist aber, dass ich mit meinen fünf Jahren als kompletter C6-Tetraplegiker immer noch um meinen Platz in der Welt kämpfen muss! Der Unfall hat meinen Körper zurück auf Null gesetzt – in dieser Welt vielleicht sogar ins Minus. Meinen Geist aber nicht! Mit dieser Diskrepanz setze ich mich täglich auseinander. Bisher habe ich für alles eine Lösung gefunden – auch wenn mir manchmal alles aussichtslos erschien.

Ich möchte hier einen möglichen Weg durch das Leben aufzeigen – einen von vielen. Auf ein Tief folgt immer ein Hoch. Ist ja logisch. Nur ab und zu sieht man’s nicht. Im Nachhinein erscheint es mir dann oft unglaublich, wie ich aus ausweglosen Situationen herausgefunden habe. Durch diese Zeilen kann ich anderen ein Beispiel geben und mir meine Leistung vor Augen führen – durch die Einschränkungen und dem was damit verbunden ist, klopft mein Selbstwertgefühl doch sehr oft an die Pforte.

Ich reflektiere viel und wenn ich gerade Gedachtes noch einmal lese, ziehe ich oft andere Schlüsse aus meinen Gedanken.

Ich „zeige“ mich hier. Ich mag mich nicht mehr verstecken um „normal“ zu erscheinen – was ist das überhaupt?

Mein Ziel ist es, mich selbst zu mögen – so wie andere das tun.

Ich bin Felix und das ist mein Leben.