In der Nacht:
Der Kopf schlägt um sich

Es ist nach Mitternacht – Und die Gedanken ruhen nicht. Was soll nur werden? Wo führt das alles hin? Bis letztes Jahr war es nur das körperliche Unvermögen, das mich belastete. Eine nervtötende Beschränkung, die es zu überwinden galt. Aber seitdem die Schmerzen da sind, ist alles anders.

Ich habe viele Medikamente ausprobiert. Alle wirkten sie gegen meinen Geist, gegen mich, schwächten mich. Durch höhere Dosen ging der Schmerz, aber der Nebel kam. Ich war nicht mehr der Herr meiner Sinne, konnte nicht mehr mit der Welt agieren. Außerdem betäubten die Mittel nicht nur mein Wesen, sondern auch den Darm und verhinderten so dessen Bewegung. Das führt wieder zu Verstopfung und das zu noch mehr Schmerz. Dazu kommt, dass ich Nachts an einer nicht invasiven Beatmung hänge, ich trage eine Maske. Alle vier Stunden muss sie befüllt werden, ich schlafe nie durch. Aber ich muss mich nach zirka fünf Stunden lagern, das entfällt dann ja sowieso.

Ein positiver Gedanke dabei: Trotz alledem bin ich nicht allein. Viele stehen mir bei, nur ich setze mich unter Druck. Es ist hart gerade. Ich muss einen Sinn in all dem finden. Bevor es mich auffrisst. Ich versuche jetzt etwas Schlaf zu finden.

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