Willkommen in
meiner Welt

„Keine Hände, keine Schokolade!“ – ein Satz, der jedem Tetraplegiker wie auf den Leib geschneidert scheint. Oder jedem Menschen, näme man mal an, dass ohne Hände nicht gearbeitet, nichts geschaffen oder geleistet werden könnte. Ein doppelt trauriges Schicksal also – so ganz ohne Süße.

„Sollte man meinen!“ schwebt es mir durch den Kopf, während ich mir genüßlich und mit einem Schmunzeln und mit der einen, über all die Jahre hinweg bis ins kleinste Detail perfektionierten Trickbewegung meines Handgelenks das gefühlt 100ste Gummibärchen zu Gemüte, oder besser zu Leibe führe.

Gummibärchen – Hach ja! Die gehören zu den Dingen, die das Leben leichter machen. Diejenigen, die sie mir mitbringen, wenn es mal nicht so gut geht, bereichern es außerdem. Und wenn du etwas genauer hinsiehst, kannst du sogar erkennen, wie die Dinger lachen. Zum Lachen braucht es ja bekanntlich vor allem Humor. Und der ist das allerwichtigste! Ein Tetra braucht nämlich viel Humor, auch sich selbst gegenüber, um sein Leben zu meistern.

Hier erzähle ich, was mir so widerfährt – Gutes und Schlechtes. Mal mit viel Lebensfreude und mal in Agonie. Damit, und das merke ich heute erst, fünf Jahre später, zeige ich mir, dass ich lebe! Manchmal hat es ganz schön viele Gummibärchen gebraucht. Aber ich kann mich erinnern, als ich im Krankenhaus lag, hätte ich Geschichten wie jene, die ich hier erzähle, gerne gelesen.  Heute schreibe ich sie für mich selbst und sie helfen mir sehr dabei, zu reflektieren und mich mit mir selbst neu zu identifizieren.

„Wer schreibt, der bleibt“ –  auch sich selbst gegenüber.